Samenvertrieb

Sperma - Katalog Herbst 2017

  
  
 

 
 
 
 

 
 
 

1. Tagung für Eigenbestandsbesamer

Am Samstag, 5.12.2015, fand die erste EBB Tagung statt.
Organisiert und durchgeführt wurde diese Tagung von der Samenvertriebsstelle Vorarlberg (SVV).
 
Das Hauptreferat hielt Dr. Stefan Stöckler zum Thema Fruchtbarkeit.
In seinem sehr interessanten und leidenschaftlich vorgetragenen Referat besprach er die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Trächtigkeit.
Neben diesem Hauptreferat wurden folgende Themen in Kurzreferaten vorgestellt:
Möglichkeiten des OPTIBULL (von Christian Natter) Digitale Besamungsverwaltung mit RDV mobil (Hubert Moosbrugger) Die SVV als Dienstleister (von Kuno Staudacher) Rechtliche Grundlagen und Vorschriften (von Thomas C. Jutz).
 
Der Besuch der Tagung galt auch als TGD Weiterbildung.
Die Anzahl der Besucher lag über 200 Personen (über 50% der EBB in Vorarlberg).
Im Anschluß an die erfolgreiche und interessante Tagung wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen noch intensiv weiter diskutiert.
 
 
 
 

Über 200 Teilnehmer füllten den Turnsaal der Landwirtschgaftsschule
Hauptreferent war Dr. Stefan Stöckler

Nicht vergessen!

"Die Kontrolle und rechtzeitige Nachfüllung der Behälter liegt in der alleinigen Verantwortung der Besitzer von Samencontainern!"




  

Für Interessierte ... Anpaarung online

Die Auswahl der am besten geeigneten Stiere für seine Kühe ist die wesentliche Maßnahme jedes Züchters, seinen Tierbestand züchterisch zu verbessern.
Diese oft zeitaufwendige Suche kann jetzt durch diese einfache Internetanwendung wesentlich erleichtert und optimiert werden.

Die gezielte Paarung von Elitekühen ist seit jeher eine sehr wichtige Maßnahme in jedem
Zuchtprogramm. Allerdings sollte bei jeder Anpaarung gezielt jener Stier eingesetzt werden, der etwaige Schwächen der Kuh möglichst gut ausgleicht und insgesamt dem Zuchtziel am nächsten kommt. Leider nehmen sich bisher viele Bauern für diese so wichtige (und auch spannende) Entscheidung zu wenig Zeit und überlassen die Stierauswahl dem Tierarzt oder Besamungstechniker.
Durch den neuen Anpaarungsplaner, der im Rahmen der Bildungsoffensive Rinderzucht im Auftrag der Zuchtverbände von ZAR und ZuchtData in Zusammenarbeit mit dem LKV Bayern entwickelt wurde, kann diese Stierauswahl vereinfacht und auch verbessert werden.

   

Anpaarungsplaner...


        

Gebrauchsanleitung für gesextes Sperma

Bitte am Besamungsschein extra vermerken, wenn gesextes Sperma verwendet wird!

• Waschen/Desinfizieren Sie Ihre Hände und achten Sie auf eine saubere Arbeitsumgebung.
• Platzieren Sie die Besamungsutensilien möglichst nah am Spermacontainer.
• Behandeln Sie die Spermadose behutsam und vorsichtig.
• Vom Teilen einer gesexten Spermaportion wird dringend abgeraten.

Auftauen
Benutzen Sie eine Pinzette, um das Sperma aus dem Container zu entnehmen, da direkter  Handkontakt die Spermaqualität negativ beeinflussen kann.
Stickstoff Tropfen abschütteln.
Beim Handling mit dem Sperma im Spermacontainer immer unter der Frostlinie arbeiten (Markierung am Heber).
Immer nur eine Paillette auftauen und versamen, ansonsten fällt die Temperatur wieder ab und Spermien sterben ab
Vom gleichzeitigen Auftauen mehrerer Portionen, um mehrere Tiere zu besamen, ist dringend abzuraten!!!


Wasserbad
Das Wasser zum Auftauen der Spermaportion muss sauber sein und eine Temperatur von 37 °C aufweisen.
Legen Sie die Spermaportion so schnell wie möglich für 40 Sekunden zum Auftauen in das Wasserbad des Auftaugerätes.

Anwärmen der Geräte
Wichtig ist, dass die Besamungspistole auch auf 37 Grad erwärmt wird und bleibt, um Kälteschock zu vermeiden.
Wärmen Sie Ihr Besamungsequipment (Besamungspistole und Seminette)an, indem Sie mit einem Papiertuch die Spitze der Besamungspistole reiben und sie im Overall warm halten.
Die einmal erreichte Temperatur darf nicht wieder unterschritten werden.

Besamen
Trocknen Sie die Samenpaillette vollständig mit einem sauberen Papiertuch ab, denn Wasser ist tödlich für die Samenzellen.
Zum Öffnen der Paillette immer eine scharfe Schere benutzen.
Dann legen Sie die Paillette in die vorgewärmte Besamungspistole und schieben Sie eine saubere Seminette über die Pistole und die Paillette.

Nach dem Auftauen zügig besamen, also Tier schon vorher fixieren.
Besamen Sie das Tier maximal 5 Minuten nach dem Auftauen.

Achten Sie auf kurze Wege zwischen Auftauen und Ort der Besamung.
Der eigentliche Besamungsvorgang wird genauso durchgeführt wie bei konventionellem Sperma.


Besamungszeitpunkt
Der ideale Besamungszeitpunkt ist 10 bis 12 Stunden nachdem das Tier das erste Mal während der Brunst ge-standen hat.
Hat sie nicht gestanden oder hat man es nicht gemerkt, sollte es besser sein, das Tier mit konventionellem Sperma zu besamen.
Besamen Sie 10-12 Stunden nach der erkannten Brunst (Duldungsreflex) im Rahmen der Morgen-/Abend Regel. (morgens stehende Brunst, nachmittags besamen)

Brunstbeobachtung nach der Methode „Einmal pro Tag“ führt nicht zu optimalen Ergebnissen.


Auf Kalbinnen Optimal
Sperma nur bei Kalbinnen verwenden, die bereits mit 14 Monaten besamungsfähig sind, also 400 kg Körperge-wicht erreicht haben und in guter körperlicher Verfassung sind (keine Kalbinnen mit akutem Mortellarobefall)

Für beste Ergebnisse wird der Einsatz von gesextem Sperma nur auf Jungrindern mit  deutlichen Brunstsymptomen bei natürlicher Brunst ohne Hormoneinsatz empfohlen.
Gesextes Sperma ist ideal geeignet für Jungrinder. Warum:
• Leichtere Abkalbung und deswegen weniger Probleme nach der Geburt.
• Schnellerer genetischer Fortschritt aufgrund des kurzen Generations-Intervalls.
• Die Jungrinder haben eine durchschnittlich höhere Trächtigkeitsrate als Milchkühe


Stress vermeiden
Das Jungrind soll ruhig bleiben und (am besten zwischen anderen Tieren) fixiert werden, so dass es sich nicht nach vorn, hinten oder zur Seite bewegen kann.
Besamen Sie das Jungrind in einer sauberen und stressfreien Umgebung.
Mindestens 2, besser 3 mal täglich Brunstkontrolle durchführen, um optimalen Besamungszeitpunkt zu ermitteln

Die Chancen auf ein Kuhkalb sind immer 90%!


Bitte am Besamungsschein extra vermerken, wenn gesextes Sperma verwendet wird!



5 Goldene Tipps zur Besamung
• Vorwiegend auf gut entwickelte, gesunde Kalbinnen
• Vor allem für die erste (und zweite) Besamung
• Besamen nur bei ausgeprägter, gut erkennbarer, natürlicher Brunst
• Besamen im optimalen Zeitraum = 12 -24 Stunden nach Beginn der Hauptbrunst
• Beim korrekt fixierten Tier, im Beisein einer Betreuungsperson



    

Embryotransfer

WICHTIG:
Für die Abstammungsüberprüfung muss das Blut der Mutter vorhanden sein!
Bitte stellen sie sicher, dass die Embryotransferation eine DNA Karte der Mutter anlegt, bevor sie - aus welchen Gründen auch immer - das Zeitliche segnet! 



Embryogewinnung
Die Embryogewinnung darf nur von Embryotransferteams (Bewilligung durch Landesregierung) durchgeführt werden. Eine Liste der in Vorarlberg zur Embryogewinnung zugelassenen Tierärzte ist bei der Landwirt-schaftskammer erhältlich.

Embryoübertragung
Grundsätzlich kann jeder Tierarzt die Übertragung vornehmen. Über die Verpflanzung wird ein ET -Schein ausgestellt (analog zum Sprungschein) der zugleich auch für die Geburtsmeldung erforderlich ist.

Embryoverkauf
Der freie Verkauf der Embryonen ist möglich. Sie müssen in einer Embryotransfereinrichtung gewonnen werden, von Zuchttieren stammen und gekennzeichnet sein. Bei der Abgabe müssen die Embryonen von ent-sprechenden Herkunftsbescheinigungen und DNA - Karten begleitet werden. Bei genügend Nachfrage kann auch eine Versteigerung über den Verband durchgeführt werden.

Embryoimport (aus EU und Drittländern)
Es müssen die veterinärrechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden. Auskünfte erteilt der Amtstierarzt.

Embryo-Kälbermarkierung
Vor Ausstellung des Stammscheines muss das Ergebnis der DNA-Untersuchung (auf Kosten des Züchters) vorliegen.


    

Genomische Selektion

Was ist das Prinzip?

Bisher gehen in die Zuchtwertschätzung Abstammungsinformationen und Leistungsinformationen vom Tier selbst, sowie von verwandten Tieren ein. Aufgrund neuer Technologien ist es jetzt möglich, kostengünstig derzeit ca. 50.000 Marker-Genotypen (SNP-Marker) aus dem Genom (DNA) eines Tieres zu bestimmen. Aufbauend auf diesen Genotypen, die von Stieren mit zuverlässigen konventionellen Zuchtwerten (Vergleichsstichprobe) stammen, wird eine Schätzformel abgeleitet, mit der bereits bei Jungstieren ein "direkt" genomischer Zuchtwert geschätzt werden kann.
Dabei wird deren Genotyp mit der Vergleichsstichprobe verglichen. Für jeden der 50.000 Marker eines Jungstieres wird der geschätzte Effekt des betreffenden Markers aus der Vergleichsstichprobe genommen und am Schluss alle 50.000 Effekte zusammengezählt. Daraus ergibt sich dann der entsprechende positive bzw. negative Wert für den genomischen Zuchtwert.
Zur Verbesserung der Genauigkeit wird der "direkt" genomische Zuchtwert der Jungstiere mit dem vorgeschätzten Zuchtwert (= Ahnenindex) zum eigentlichen genomischen Zuchtwert kombiniert. Je mehr Stiere mit zuverlässigen Zuchtwerten in der Vergleichsstichprobe für die Entwicklung der Schätzformel zur Verfügung stehen, desto sicherer kann der genomische Zuchtwert geschätzt werden.

Was kann sie bringen?
Der entscheidende Punkt für den Erfolg der genomischen Selektion und für die Auswirkungen auf die Zuchtpraxis liegt in der Sicherheit genomischer Zuchtwerte. Sind die Sicherheiten so hoch, dass es verantwortbar ist Jungstiere breit einzusetzen, dann hat dies einen großen Einfluss auf den Zuchtfortschritt, da sich das Generationsintervall bei Stieren von 6 Jahren auf unter 2 Jahre verkürzt. Sind die Sicherheiten nicht ausreichend dann wird es wahrscheinlich zu einer Vorselektion von Teststieren kommen. In diesem Fall würde sich weder das Zuchtprogramm, noch der zu erwartende Zuchtfortschritt dramatisch ändern.
Genomische Zuchtwerte sind grundsätzlich für alle Merkmale schätzbar, für die auch konventionelle Zuchtwerte verfügbar sind. Relativ gesehen erhöhen sich bei genomischen Zuchtwerten die Sicherheiten von Fitnessmerkmalen sogar stärker als jene von Milchleistungsmerkmalen. Darin liegt die Chance, dass die genomische Zuchtwertschätzung zu einer Verbesserung der Fitness und Gesundheit unserer Rinder beitragen kann.
Man muss sich aber immer wieder bewusst sein, dass man auch genomische Zuchwerte für diese Merkmale nur dann genau schätzen kann, wenn es ausreichend viele Informationen aus der Leistungsprüfung auch für die kritischen Merkmale Fitness- und Gesundheit gibt.
Wie ist der Entwicklungsstand bei Braunvieh?
Erste genomische Zuchtwerte für Braunvieh gibt es bereits in der Schweiz. Auch in den USA fließen genomische Informationen in die Zuchtwertschätzung ein. Erste genomische Zuchtwerte werden im Herbst 2011 verfügbar sein.

(Dr. Hermann Schwarzenbacher und Dr. Christa Egger-Danner, ZuchtData)

      
        

Prüfstiereinsatz

Der Teststiereinsatz ist die Grundlage jedes Zuchtprogrammes. Bei mangelndem Prüfeinsatz ist das Zuchtprogramm wertlos. Als Anreiz für die Besamung mit Teststieren wurde die Prüfstiertöchterprämie eingeführt. Die ersten 24 Töchter eines Prüfstieres mit abgeschlossener Leistung erhalten Euro 150,- Prämie. Voraussetzung ist, dass die Mutter mindestens 75 - 75 - 75 - 75 (bzw. 7/7/7) bewertet ist und dass die Tochter bei der HB-Bewertung vorgestellt wird.
Für Exporttiere sollten Positive Vererber aus Vorarlberg verwendet werden.


Brunstkalender
Der Verband stellt jedem Mitglied einen Brunstkalender zur Verfügung. Benutzen Sie dieses Angebot, um die Fruchtbarkeit im Stall zu überwachen und zu verbessern.


      

Erbfehler

Das neue TZ-Gesetz 2009 enthält einen eigenen Paragraphen über "Erbfehler". Jeder Rinderhalter ist verpflichtet, alle Missbildungen, Erbfehler, gehäufte Sterilitäten usw. dem Zuchtverband, der LK oder der Landesregierung zu melden. Die Landesbehörde kann dann über eine allfällige Sperre eines bestimmten Vatertieres entscheiden.

B e k a n n t e   E r b f e h l e r   b e i m   B r a u n v i e h :

Weaver
Dieser Erbfehler zeigt sich erst, wenn die Tiere die Geschlechtsreife erreichen oder bereits trächtig sind (im Alter von 5 bis 18 Monaten). Betroffene Tiere haben Mühe beim Aufstehen (abgegrätschte Hinterbeine), zeigen einen unsicheren, schwankenden Gang und magern vor allem in der Nachhand ab.

Spinnengliedrigkeit
Die Entwicklung der Gliedmaßen beim Fötus ist gestört: Die in der Regel tot geborenen Kälber haben überlange, sehr dünne ("Spinnenfüße") und leichtbrüchige Röhrenknochen. Die Sehnen der Gliedmaßen sind verkürzt, die Gelenke verkrümmt oder versteift. Zusätzlich sind häufig eine Unterkieferverkürzung und eine Delle auf der Stirn zu beobachten.

SMA - Spinale Muskelatrophie
In der Regel zeigen sich erst im Alter von 3 bis 5 Wochen Lähmungserscheinungen. Es entstehen Probleme beim Aufstehen und die Kälber liegen fest (in Brustlage). Der Muskelschwund zeigt sich vor allem im Stotzenbereich. Bewusstsein und Sauglust sind nicht gestört. Eventuell kommt es zu Atemnot und Husten bei der Milchaufnahme. Als häufigste Komplikation tritt eine Lungenentzündung auf, so dass die Kälber selten älter als 2 Monate werden.

SDM - Spinale Dismyelinisierung
Die davon betroffenen Kälber liegen ab Geburt häufig in Seitenlage mit gestreckten Beinen fest. Den Kopf hal-ten sie häufig nach oben hinten ("Mondguckerhal¬tung"). Da betroffene Kälber auf keine Behandlung ansprechen, gehen sie in der Regel in der 1. Lebens¬woche ein oder werden eingeschläfert.

Erbfehlerstrategie des Verbandes
Die Frequenz des Auftretens von Erbfehlern soll grundsätzlich möglichst tief gehalten werden. Die Strategie zur Bekämpfung richtet sich auch nach dem wirtschaftlichen Gewicht des Erbfehlers. Wichtig ist die Akzeptanz der Züchter für die Bekämpfungsmaßnahmen.
Bei Spinnengliedrigkeit ist der Schaden gravierend, da neben dem Verlust des Kalbes auch die Kuh gefährdet ist. Erkannte Trägerstiere scheiden sofort aus der Zucht aus, Trägertiere können nicht als Stiermutter oder Stiervater verwendet werden.

Bei SDM und SMA ist mit dem Verlust des Kalbes der Schaden kleiner. Erkannte Trägertiere werden lückenlos gekennzeichnet und gelangen in beschränktem Umfang nur dann zum Einsatz, wenn sie sich auf Grund der Prüfergebnisse als überdurchschnittliche Vererber bewiesen haben.


Kennzeichnung der Erbfehler (internationale Vereinbarung)

* TA

frei von Spinnengliedrigkeit auf Grund eines Gentestes

(A)

Träger der Spinnengliedrigkeit

(A*)

Träger der Spinnengliedrigkeit auf Grund eines Gentestes

*TW

frei von Weaver auf Grund eines Gentestes

(W)

Weaver Träger

(W*)

Weaver Träger auf Grund eines Gentestes

*TM

frei von SMA auf Grund eines Gentestes

(M)

SMA Träger

(M*)

SMA Träger auf Grund eines Gentestes

*TD

frei von SDM auf Grund eines Gentestes

(D)

SDM Träger

(D*)

SDM Träger auf Grund eines Gentestes

Meldung
Der Verband ersucht jeden Züchter, im Interesse der gesamten Braunviehzucht, alle verdächtigen Kälber zu melden. Dies ist notwendig, um einerseits Träger von Erbkrankheiten frühzeitig zu erkennen und andererseits Missverständnisse durch falsche Diagnosen und Gerüchte zu vermeiden. Verdächtige Tiere sollten rechtzeitig (= 2 Wochen vor der Schlachtung) dem Amtstierarzt gemeldet werden, damit das Rückenmark entnommen werden kann. Unkosten trägt der Verband.

Erbfehlerträger
Alle Erbfehlerträger sind lückenlos gekennzeichnet. Im Stammschein und in der ZAR Datenbank kann jederzeit abgelesen werden, ob ein Stier Anlagenträger ist.

SMA - Kälber,
die zur Untersuchung über den Amtstierarzt abgegeben werden, werden vom Seuchenfonds entschädigt, bis der Stier offiziell als Träger veröffentlicht wird (bei zwei dokumentierten Fällen). Für SMA Kälber aus Besamungen nach der Veröffentlichung werden keine Entschädigungen gezahlt. Das Erkrankungsrisiko trägt der Züchter.      


           

Neuer Besamugstarif:


Die Tarifvereinbarung erfolgte mit der Tierärztekammer.


(Alle Tarife sind 10% MWSt. pflichtig)


Besamungshonorar

Euro 20,70

Verwaltungsbeitrag 

Euro   0,60

Besamungstarif     

Euro 21,30

Sonntagszuschlag   

Euro   5,-

Eigenbestellungen im Tierarztcontaner

Euro   5,-

(Jährliche Indexanpassung!)
 
Der einheitliche Besamungstarif innerhalb des Sprengels ist für Besamer und Landwirt verbindlich.
Jeder Landwirt hat jedoch die freie Wahl des Besamers!
Zusätzliche Wegkosten für einen Besamer außerhalb des eigenen Sprengels können auf dem Besamungsschein vermerkt, und dann zentral abgerechnet werden.


V E R R E C H N U N G

Die Verrechnung erfolgt aus rationellen Gründen über Bankeinzug. Die Abbuchung erfolgt quartalsweise.
Wird die Abbuchung von der Bank nicht durchgeführt, werden die Besamer angewiesen, beim betreffenden Betrieb nicht mehr zu besamen.
Eine separate Rechnungslegung ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, die mit Euro 2,20 verrechnet werden. Wir bitten dafür um Verständnis.


Fruchtbarkeitsüberwachungsprogramm
Im Jahr 2003 wurde ein von Dr. Stöckler ausgearbeitetes Fruchtbarkeitsprogramm gestartet. Es werden über den neuen Besamungsschein verschiedene Daten erhoben, über die EDV erfasst und ausgewertet. Problembetriebe werden im Rahmen des neuen Tiergesundheitsdienstes, der beim Tiergesundheitsfonds angesiedelt ist, beraten und saniert.
Das neue Fruchtbarkeitsprogramm des Tiergesundheits-fonds wird vom Land zu einem wesentlichen Teil mitfinanziert.

Samenzukauf
Jeder Züchter hat die Möglichkeit Samen, der nicht im Zuchtprogramm angeboten wird, aus anderen Zuchtgebieten für seinen Eigenbedarf zuzukaufen.
Zukäufe dürfen gemäß neue m TZ-Gesetz 2009 nur über EU zugelassene Samendepots oder Besamungsstationen erfolgen. Beim Samenbezug sind die veterinärrechtlichen Bestimmungen einzuhalten.
Auskünfte erteilt der Amtstierarzt.
Prüfstiere (Stiere ohne Zuchtwertschätzergebnis) dürfen nur über einen anerkannten Zuchtverband eingesetzt werden.

Samenvertriebsstelle:
Schriftliche Bestellungen mit genauen Angaben können auch an die Samenvertriebsstelle gerichtet werden. Zu beachten ist, daß bei Kleinmengen der Preis wegen der Kosten für Transport und Verwaltung relativ hoch werden kann. Bei Sonderbestellungen sind längere Lieferzeiten einzuplanen.

Besamungsschein
Der Besamungsschein ist ein Dokument und die Grundlage für die durchgeführte Besamung und den verwendeten Stier. Die Verrechnung erfolgt ausschließlich nach den Angaben auf dem Besamungsschein. Dieser muss daher vollständig ausgefüllt sein! Jeder Züchter kann den Besamer frei wählen.


          

SVV

 

Der Samenvertrieb Vorarlberg (SVV) ist eine unabhängige Einrichtung, die für die Oranisation und Verteilung der Samen aller Rassen zuständig ist. Neben Holstein, Braunvieh und Fleckvieh werden auch Stiere der Rassen Blonde Aquitaine, Blauer Belgier, Grauvieh, Jersey, Pinzgauer, Tuxer, Pustertaler, Angus, Limousin, Piomonteser, Charolais, Murbodener, Galloway, Schottisches Hochlandrind, Waldviertler sowie Hinterwäldler angeboten.

 

Bei Fragen und Anregungen zum SVV wenden Sie Sich an die

 

S.V.V. Tiersamen-Vertriebsstelle Vorarlberg GmbH

Jahnstraße 20

6900 Bregenz

Tel.: 05574 42368

Fax: 05574 42368-6

email: svvno@rinder.lk-vbg.at