Original Braunvieh

Robust und Anpassungsfähig

Zutraulich, anspruchslos, genügsam, ….gerade recht für die „Kleinsten der Kleinbauern“

Die Zahl der Original Braunviehbetriebe hat Österreichweit stark zugenommen und die Anzahl der Kühe ist auf über 700 Stück angewachsen. Die guten Alpeigenschaften und die einfache Haltung sind meist die Gründe dafür. Erste Exporte nach Südtirol!


Das Original Braunvieh (OBV) gilt neben acht anderen Rinderrassen zu den seltenen Nutztierrassen in Österreich und wird im Rahmen des ÖPUL-Programm entsprechend gefördert. Auf Grund der geringen Anzahl wurde das OBV als hochgefährdet eingestuft.

Nachdem seit 2009 kein Einstieg mehr ins Generhaltungsprogramm möglich war, ist die Zahl der Original Braunvieh Betriebe etwas stagniert. Die Anzahl der Kühe und Jungtiere in den Betrieben ist jedoch weiter ansteigend. Aktuell halten in Vorarlberg 91 Betriebe Original Braunvieh.  Etwa 40 Prozent davon sind Mutterkuhhalter und stehen unter Fleischleistungsprüfung.


      

Allgemein werden die Vorzüge der OBV wieder mehr geschätzt und besonders durch die ausgezeichneten Alpeigenschaften rückt diese alte Rasse wieder mehr in den Vordergrund. Durch die teilweise niedrigen Milchpreise und die generell schlechten Erlöse für männliche Stierkälber wurden manche Bauern verunsichert, ob sie die richtige Rinderrasse im Stall haben.
Dazu kommen noch die schwankenden und steigenden Preise für Kraftfutter, sowie bei manchen Betrieben auch die relativ hohe Abgangsrate bei Kühen. 


Ideal für extensive Betriebe und Kleinbauern

Besonders Betriebe die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind hochleistende Kühe zu managen, überlegen daher den Rückzug auf eine einfach zu haltende, möglichst problemlose Zweinutzungskuh. 
Oft sind es auch kleinstrukturierte Nebenerwerbsbetriebe die eine Möglichkeit suchen, Milch- oder Mutterkuhhaltung sinnvoll weiter zu betreiben.
Das OBV ist für solche Betriebe bestens geeignet.
Die OBV Rasse ist sehr robust und anpassungsfähig und die Kühe erbringen im Verhältnis zum Körpergewicht auch eine gute Milchleistung. 

In der Mutterkuhhaltung hat das OBV inzwischen einen hohen Stellenwert erreicht.
Die Gründe dafür sind die guten Eigenschaften für Milch- und Fleischleistung, das ideale Gewicht  und die genügsame, ruhige und zutrauliche Art der OBV Tiere.
Im Durchschnitt erreichen männliche OBV Nachkommen in den ersten 200 Tagen, Gewichts-Zunahmen von 1100 Gramm pro Tag.


Export nach Südtirol zu guten Preisen

Anfang November konnten erstmals 17 Stück OBV nach Südtirol exportiert werden. Der Vorarlberger Braunviehzuchtverband organisierte eine Einkaufstour für Züchter und Zuchtleiter aus  Südtirol.
Die gekauften Tiere entsprachen durchwegs den Vorstellungen der Einkaufskommission und wurden deshalb zu guten Preise abgesetzt. In Südtirol gibt es seit längerer Zeit einen Trend zu alternativen Zweinutzungsrassen im Berggebiet. 
Neben dem Grauvieh gewinnt auch hier das OBV auf Grund der genannten Vorzüge immer mehr an Bedeutung.
Nachdem in Vorarlberg in den vergangenen 30 Jahren vorwiegend Brown Swiss Tiere ins Ausland vermarktet wurden, war es  ein fast historisches Ereignis eine größere Menge OBV zu exportieren. Die Abwicklung verlief analog den Versteigerungen in Dornbirn.
Die Firma Felder Franz hat die Exportabwicklung der Tiere übernommen. Der Aufbau von OBV Herden in Südtirol lässt auf weitere Exporte hoffen.  


Haltefrist und Meldungen bei seltenen Nutztierrassen beachten

Jene Betriebe die Förderungen für seltene Nutztierrassen beziehen, haben gewisse Bestimmungen einzuhalten.
Diese sind vor allem die Verpflichtung für eine reinrassige Anpaarung zur Vermeidung hoher Inzuchtgrade, die Haltefrist vom 1. April bis 31. Dezember, sowie die Verwendung von nur zugelassenen OBV Stieren.

Beim Abgang einer Kuh innerhalb der Haltefrist, muß innerhalb 10 Tagen eine gesonderte Abgangsmeldung (eigenes Formular) an die AMA gesendet werden.
Die Nachbesetzung einer Kuh ist ebenfalls mit einer gesonderten Ersatzmeldung innerhalb von 5 Wochen möglich.

Die Abgangsmeldung ist besonders wichtig, da es sonst zu Sanktionen durch die AMA kommen kann!

Für Fragen und Informationen zum Original Braunvieh, gibt der Vorarlberger Braunviehzuchtverband als Verantwortliche Organisation gerne Auskunft.

T: 05574-42368  F: 05574-42368-6  E: kuno.staudacher@lk-vbg.at      

 
    

Original Braunvieh (OBV)

Der Vorarlberger Braunviehzuchtverband hat österreichweit das Herdebuch für das Montafoner Braunvieh übernommen. Im Rahmen der ÖPUl-Maßnahme "ge-fährdete Tierrassen" erhalten die OBV Tiere eine EU Prämie.
Das "Original Braunvieh" wird künftig als eigene RDV-Rasse geführt. Die OBV Tiere werden in einer eigenen Herdebuchabteilung geführt und auch ein eigener Abschluss für diese Tiere errechnet. OBV Züchter mit leistungskontrolle sind Verbandsmitglieder und können auch auf die Versteigerung.

Auch OBV Mutterkuhhalter können Mitglied im Verband werden. Ihre Tiere werden registriert, so dass die Abstammung lückenlos dokumentiert ist. Einerseits haben so OBV Züchter die Möglichkeit Kälber mit Abstammung aus der Mutterkuhhaltung zu kaufen und andererseits erhalten die Mutterkuhhalter als Ver-bandsmitglieder ebenfalls die ÖPUl-Prämie.

Antrag
Wer im Herbst 2008 oder früher einen Antrag auf Generhaltung "Original Braunvieh" gestellt hat, kann in den Folgejahren in den Genuss der Prämie kommen. Ein Neuein-stieg ist derzeit nicht möglich.
Bei der Beantragung (Maßnahme zur Erhaltung ge-fährdeter Haustierrassen) muss im Öpul-Antrag das Feld: "Eingetragen im Register od. Herdbuch" "Teilnahme Generhaltung" bzw. "Teilnahme Anpaarungsprogramm" angekreuzt werden.
Das heißt, es können nur Tiere beantragt werden, wenn der Antragsteller Mitglied beim Braunviehzuchtverband ist und die Tiere im Herdebuch eingetragen sind. Die Bestätigung der Prämienfähigkeit für alle Tiere in Österreich erfolgt ausschließlich online über den Vorarlberger Braunviehzuchtverband. Er ist für diese Rasse in Österreich auch die verantwortliche Organisation.

Was gilt als Original Braunvieh?
Als "Original Tiere" im Sinne des Generhaltungsprogrammes gelten OBV Tiere aus Österreich und dem Allgäu (deutsche Abstammung).

Importe aus der Schweiz:
In Absprache mit dem Verband können bei Vorliegen besonderer Bedingungen (max. 5.500 kg Milch, Exterieurbeurteilung durch den Verband) weibliche OBV Kühe oder Kalbinnen aus der Schweiz importiert werden.
Bitte setzen Sie sich vor dem Import mit dem Verband in Verbindung.
Für Stiere gilt die Milchleistung von 5.500 kg der Mutter als Richtschnur.

Fremdgenanteil - NEU
Seit 2010 muss der Fremdgenanteil max. 12,5% betragen, damit ein Tier prämienfähig ist. Vorher bereits prämienfähige Tiere sind nicht betroffen. Ab 2014 muss der Fremdgenanteil auf 6,25% reduziert werden.
Stiere müssen immer 100% reinrassig sein!


R D V - M a t e
Um eine Anpaarung erstellen zu können, hat der Tierbesitzer sich darum zu kümmern, dass die Abstammung seines Tieres ins "RDV-Mate" (früher "Optimate") eingetragen wird.

NEU: Die Anpaarungsempfehlung(en) ist(sind) im Internet abrufbar unter www.braunvieh-vorarlberg.at

Am besten ist eine unaufgeforderte jährliche Bekanntgabe des gesamten OBV Bestandes bis Ende Oktober eines jeden Jahres. Nur so kann die rechtzeitige Bereitstellung des benötigten Samens beim jeweiligen Besamungstierarzt sichergestellt werden. Die notwendigen Samenportionen muss der Tierbesitzer selbst beim Verband ( 05574 - 42368-13 ) veranlassen. Die Besamungstierärzte wissen nicht, welcher Samen verwendet werden soll. Die Samen lieferungen an die Tierärzte erfolgen im Abstand von 3 Wochen. Der Anpaarungsvorschlag enthält mehrere Vorschläge, falls ein Samen nicht verfügbar sein sollte.

Ausfall
Bei Ausfall eines beantragten Tieres in dieser Öpul-Maßnahme ist eine kurze Mitteilung an die AMA mit Bekanntgabe des Ersatztieres erforderlich, welches ebenfalls vom Verband bestätigt sein muss.

Alle Anfragen und Stammscheine sind an den Verband zu richten.
Kuno Staudacher: 05574 - 42368-13.


   

Vermarktung

ie Original Braunviehtiere können jederzeit über die Versteigerungen der Zuchtverbände vermarktet werden.
Privatverkauf: Die Nachfrage nach Original Braunviehtieren hat vergangenes Jahr einen Höhepunkt erreicht. Durch die letztmalige Einstiegsmöglichkeit ins ÖPUL 2007 Generhaltungsprogramm war die Nachfrage nach förderungsfähigen Tieren sehr groß und die Viehpreise entsprechend hoch.
Die Nachfrage wird im kommenden Winter sicher etwas geringer sein und die allgemein niedrigen Viehpreise werden sich auch auf die Original Tiere auswirken.

Zu beachten ist sicher auch, dass Kalbinnen und Jungrinder mit 75 % OB- Anteil, ab dem Antragsjahr 2010 nicht mehr förderungsfähig sind. Nur Kühe die bereits im Programm sind bleiben in der Förderung.

Von neuen OB- Tieren wird für die Förderung ab 2010 ein Genantiel von 87,5 % verlangt.
Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, Tiere die zum Verkauf vorgesehen sind, dem Vlbg. Braunviehzuchtverband zu melden. Vielleicht kann dann das eine oder andere Tier vermittelt (Vermittlungsbörse) werden.
Auf Wunsch können auch Tiere auf der Homepage des Braunviehzuchtverbandes  (Verkaufs - Börse) angeboten werden – bzw. Verkäufer können sich über Kaufsuchende informieren. (Inserate kostenlos unter:   www.braunvieh-vorarlberg.at )


Jungstiere mit 100 % Original Braunvieh Blut, sollten vor der Schlachtung dem Braunviehzuchtverband gemeldet werden, da bei wertvoller Genetik eventuell Bedarf für den Zuchteinsatz besteht.



Genügsame OBV Kalbinnen auf der Wiesalpe in Mittelberg/ Kleinwalsertal

       

Folder für Original Braunvieh

Anlässlich der Braunvieh - Schau in Rotholz ist der neue OBV - Folder nun beim Vorarlberger Braunviehzuchtverband erhältlich. 


        zum herunterladen .....



Auch beim Verband erhältlich!          


   







      

Original Braunvieh aus Österreich

Aktuelles:

Fachvortrag Milchproduktion

04.02.2012 AZW Imst

Junior Classic 2012

11.02.2012 Kematen

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21.02.2012 Imst

Zuchtviehversteigerung

22.02.2012 Rotholz

Tiroler TGD-Tag 2012

02.03.2012 Hopfgarten

6. Dairy Grand Prix

10.-11.03.12 Wieselburg

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12.03.2012 in Dornbirn

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20.03.2012 Imst

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21.03.2012 Rotholz

Jungzüchterchampionat

24.-25.03.2012 Ried

TA Oberes Gericht

14.04.2012 Prutz

TA Hinteres Zillertal

15.04.2012 Mayrhofen

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16.04.2012 in Dornbirn

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17.04.2012 Imst

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18.04.2012 Rotholz