Jubiläum: 10 Jahre Rinderdatenverbund RDV

Jubiläum: 10 Jahre Rinderdatenverbund RDV

Am 11. November 1999, heute vor genau zehn Jahren, wurde mit der Realisierung des Online-Systems des Rinderdatenverbundes (RDV) begonnen.

Dieses Projekt war für die organisierte österreichische Rinderzucht eine der größten Herausforderungen. Zahlreiche Probleme haben damals aufgrund des großen Zeitdruckes durch den Jahrtausendsprung die Umstellung begleitet. Trotzdem konnte in einem wahren Kraftakt dieses so wichtige Großprojekt für die österreichische Rinderzucht realisiert werden. Nach rund einem Jahr - unter schwierigsten Umständen - wurde die Umstellung abgeschlossen. Riesige Datenmengen mussten damals verarbeitet und neu organisiert werden. Immerhin ist die gigantische Summe von über 10 Millionen Rindern im Rinderdatenverbund RDV gespeichert.


Arbeiten ohne RDV aus heutiger Sicht nicht vorstellbar:

Für die Betriebe sind Programme zur Überwachung des betrieblichen Erfolges heute unabdingbar. So ist der Rinderdatenverbund mittlerweile ein verlässlicher Partner im täglichen Herdenmanagement der Betriebe. In Österreich nutzen 18 Rinderzuchtverbände und 8 Landeskontrollverbände mit rund 26.000 Mitgliedsbetrieben unter dem Dach der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter, ZAR, dieses Onlinesystem. Verwaltet wird der RDV über die 100-%-ZAR-Tochter ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH., die am 11. April 2001 aufgrund der Neustrukturierung der ZAR gegründet wurde.

 

Die ZuchtData ist zuständig für die Weiterentwicklung der Software im RDV-Bereich und die Funktionsfähigkeit der RDV-Datenbank mit den dazu gehörigen Dienstleistungen. Geschäftsführer der ZuchtData ist Ing. Martin Mayerhofer, Aufsichtsratsvorsitzender ist Dipl.-Ing. Markus Koblmüller, er folgte am 25. Juni 2009 Tierzuchtdirektor Dr. Josef Lederer nach. Zahlreiche Projekte laufen mittlerweile über den Rinderdatenverbund wie beispielsweise das GESUNDheitsmonitoring.RIND.

 

Großes Interesse aus dem Ausland:
Der Rinderdatenverbund ist eines der modernsten Informations- und Verwaltungssysteme in der Tierzucht europaweit. So sind neben Österreich auch Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im System integriert. Insgesamt werden heute 65.000 Betriebe mit 1,9 Millionen Kontrollkühen betreut. Das Interesse weiterer Länder an einer Teilnahme im RDV ist sehr groß. Es wird an der ständigen Weiterentwicklung gearbeitet, um auch in Zukunft den Züchtern und deren Organisationen das beste Service bieten zu können.


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