Land Tirol - Verdachtsfall Rinderkrankheit IBR/IPV

Land Tirol - Verdachtsfall Rinderkrankheit IBR/IPV

Nach Untersuchung der Kontaktbestände hat sich bestätigt, dass keine Gefahr für den Menschen besteht.

Beim Export von Zuchtrindern aus ganz Österreich nach Algerien durch einen Tiroler Viehexporteur wurden im Zuge von Routineuntersuchungen mehrere nicht negative Ergebnisse bezüglich der Rinderkrankheit IBR/IPV festgestellt. Nun laufen die Untersuchungen bei den Kontaktbeständen der exportierten Rinder, die bis zum Vorliegen aller Ergebnisse vorläufig für den Tierverkehr gesperrt sind. Werden infizierte Rinder, so genannte Reagenten, gefunden, müssen diese geschlachtet werden.

 

 

Landesveterinärdirektor Josef Kössler bestätigt, dass IBR/IPV für den Menschen völlig ungefährlich ist, da keine Empfänglichkeit für dieses Virus besteht. Auch gibt es keine Auswirkungen auf Lebensmittel wie Milch und Fleisch.

 

 

IBR/IPV ist eine durch Herpesviren hervorgerufene Krankheit, die unter Rinderbauern auch als „Buchstabenkrankheit“ bekannt ist und die oberen Atemwege der Rinder befällt und dadurch zu wirtschaftlichen Verlusten führt.

 

 

Amtliche IBR/IPV-Freiheit erhalten

 

Die österreichischen Rinderbestände sind seit vielen Jahren amtlich anerkannt frei von IBR/IPV. Diese Freiheit bringt Vorteile im Viehexport. Die Kontrolle erfolgt durch jährliche Überwachungsprogramme. „Oberstes Ziel ist es, den ausgezeichneten Gesundheitsstatus der heimischen Rinderbestände sowie die IBR/IPV-Freiheit aufrechtzuerhalten. Noch ist unklar, woher die Infektion kommt. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in den Bundesländern arbeiten wir mit Nachdruck an der Klärung“, schildert Landesveterinärdirektor Josef Kössler die Bemühungen der Behörden.

Mit IBR/IPV infizierte Rinder können Fieber haben, zeigen insbesondere Ausfluss aus Nase und Augen und neigen zu Aborten. Nach einer Infektion sind die Tiere lebenslang Virusträger. Bei Stress kann die Krankheit jederzeit wieder ausbrechen. Die nach Algerien exportierten Tiere zeigten keine sichtbaren Krankheitserscheinungen.

 


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