Rinderzüchter starten Informationsoffensive

Rinderzüchter starten Informationsoffensive

ZAR stellt Fünf-Punkte-Programm vor

Wien, 3. August 2010 (aiz.info). - Die ZAR hat in den vergangenen Wochen mit den Rinderzuchtverbänden, Landeskontrollverbänden und Rassenarbeitsgemeinschaften intensiv am Fünf-Punkte-Programm der RINDERZUCHT AUSTRIA gearbeitet und geht damit jetzt an die Öffentlichkeit. "Wir wollten für die politischen Interessenvertreter und Verantwortungsträger die Arbeit und das Netzwerk der bäuerlich organisierten Rinderzucht zu Papier bringen", erläutert Ök.-Rat Anton Wagner, Obmann der ZAR. Das Programm soll als Unterlage für weiterführende Diskussionen dienen und den Fortbestand des finanziellen öffentlichen Ausgleichs aufgrund der unterschiedlichen Strukturen in der österreichischen Rinderzucht über die kommenden Jahre hinweg sicherstellen. Es wird in diesen Wochen zahlreichen Entscheidungsträgern der Agrarwirtschaft übermittelt und besteht aus folgenden fünf Bereichen: Datenerhebung und -aufbereitung, Zuchtprogramm und -arbeit, Zuchtviehmarketing & Rinderschauen, Forschung/Bildung sowie Öffentlichkeitsarbeit. Ein wichtiger Anlass für die Veröffentlichung des 16 Seiten starken Papiers sind Befürchtungen, dass durch etwaige Kürzungen der (Bundes-)Mittel die erfolgreiche Struktur der Rinderzucht, die hierzulande noch in Bauernhand ist, nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Einsparungspotenziale in den eigenen Reihen sind bereits voll ausgenützt. Allein seit 2006 wurden gemäß dem Programm 25% der Bundesförderung (real 31%) eingespart.

 

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Wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum

 

Die Bedeutung einer funktionierenden Viehzucht und -haltung für Österreich darf nicht außer Acht gelassen werden. So entfallen auf die Rinderwirtschaft rund 30% der heimischen agrarischen Wertschöpfung, was die Notwendigkeit der Existenzsicherung für 73.000 Rinder haltende Betriebe unterstreicht. "Über die Rinderzucht entsteht zudem ein großer gesellschaftlicher Zusatznutzen, der über den Markt nicht abgedeckt wird", unterstreicht ZAR-GF Mag. Franz Sturmlechner. 1,5 Mio. Hektar Grünlandfläche, davon etwa 9.000 Almen mit einer halben Mio. ha Futterfläche, würden weitgehend über die Rinderhaltung veredelt und somit als Kulturlandschaft gesichert. Diese wiederum komme vor allem dem in Österreich wirtschaftlich sehr wichtigen Tourismus zugute. Eine weitere Kürzung der Förderungen für die heimische Rinderzucht hätte somit weitreichende Konsequenzen. (Schluss) kor/kam

 

 

 

 

 

 


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