Milchmarkt international: Robuste Nachfrage, hohe Preise

Milchmarkt international: Robuste Nachfrage, hohe Preise

Der globale Milchmarkt ist derzeit in guter Verfassung. Überraschend schnell hat er sich von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholt.

Der Einfluss der internationalen Märkte auf den europäischen und deutschen Milchmarkt hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Vor allem in den großen Schwellenländern wächst der Konsum und treibt den Welthandel an. Davon profitieren europäische Exporteure und Milcherzeuger ebenso wie Neuseeländer und Australier.

Zwar wird Rohmilch international kaum gehandelt, doch die Handelsanteile der wichtigsten Milchprodukte, in Relation zu den herstellten Produktionsmengen, sind größer als bei vielen anderen Agrarprodukten. So wird von dem weltweit hergestellten Magermilchpulver, im Schnitt ein Drittel am Weltmarkt gehandelt, bei Vollmilchpulver sind es sogar mehr als 40 Prozent (%), bei Käse und Butter knapp zehn Prozent. Demgegenüber liegen die Handelsanteile bei Weizen bei knapp 20 %, bei Mais bei gut 10 %, Soja erreicht 36 %, Rindfleisch 13 % und bei Schweinefleisch sechs Prozent.

Die hohen Handelsanteile bei den Milchprodukten machen die Abhängigkeit des Milchmarktes von der internationalen Nachfrage und den am Weltmarkt erzielten Preise deutlich. Dies gilt insbesondere auch für die großen Exporteure, wie die EU und Neuseeland. Veränderungen bei den Weltmarktpreisen schlagen sich relativ stark auch auf die jeweiligen nationalen Märkte und auf die dort von den Verarbeitern gezahlten Rohmilchpreise nieder.

 

Weltmarktpreise auf hohem Niveau

Derzeit befinden sich die globalen Preise für Milchprodukte auf dem höchsten Stand seit dem Frühjahr 2008. Der von der FAO monatlich an den internationalen Handelsplätzen für die wichtigsten Milchprodukte ermittelte Preisindex, hat sich von seinem letzten Tiefpunkt im Februar 2009 bis Juni 2011 verdoppelt.

 

Drittlandexporte von Milchprodukten der EU 27

So exportierten die EU-Länder in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 rund 25 % mehr Magermilchpulver, das Wachstum bei Käse im Vergleich zum Vorjahr lag bei 14 %, bei Molkepulver bei 18 % und bei Kasein bei 44 %. Lediglich Vollmilchpulver und Butter wurden zu diesem Zeitpunkt etwas weniger exportiert als 2010.

Für Deutschland, den größten Käseexporteur der EU, haben die Ausfuhren bei Käse um 2 % und bei Magermilchpulver um 65 % zugelegt.

 

Expansion auf der Südhalbkugel

Anders als in Europa, wo die Produktionskurve derzeit auf ihren Zenit zuläuft, befindet sich die Produktion auf der Südhalbkugel an ihrem saisonalen Tiefpunkt. Das Milchwirtschaftsjahr endet in Neuseeland am 31. Mai und in Australien am 30. Juni. Für Europas Exporteure sind Neuseeländer und Australier die wichtigsten Konkurrenten im globalen Wettbewerb. Neuseeland, ein Land das nur knapp 15 % der europäischen bzw. 60 % der deutschen Milchmenge erzeugt, dominiert bei Vollmilchpulver, Butter und Magermilchpulver den Welthandel. Auch beim Käseexport sind die Neuseeländer, nach den Europäern, weltweit die die Nummer 2.

 

 


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