IPR/IPV Info - Stand 21. April 2015

IPR/IPV Info - Stand 21. April 2015

Die Vertreter des Ständigen Veterinärausschusses der EU zeigten sich in der Sitzung der vergangenen Woche in Brüssel mit den Fortschritten bei der Bekämpfung des aktuellen IBR/ IPV-Ausbruchs in Österreich zufrieden und stellten die Zusatzgarantie und Handelsfreiheit nicht in Frage.

Aus diesem Anlass hat das Bundesministerium für Gesundheit die Untersuchungsmaßnahmen an die neue Situation angepasst und wie folgt festgelegt:



  1. Für das Verbringen von Rindern innerhalb Österreichs sind keine Untersuchungen erforderlich.
  2. Rinder ab einem Alter von sechs Monaten, die in andere EU-Mitgliedstaaten (einschließlich Schweiz) verbracht werden sollen, müssen eine der angeführten Bedingungen erfüllen:
  • der Herkunftsbestand hat keinen Tierzugang (außer Geburten) seit dem 5. Dezember 2014 oder
  • der Herkunftsbestand ist nach dem 20. Februar 2015 mit negativem Ergebnis in der Tankmilch auf IBR/IPV untersucht worden oder
  • der Herkunftsbestand weist eine nach dem 20. Februar 2015 durchgeführte negative Bestandsuntersuchung auf IBR/IPV auf oder
  • das Rind wurde vor dem Verbringen mit negativem Ergebnis auf IBR/IPV untersucht.


Für den Viehhandel und den Tierverkehr in Tirol haben diese Vorgaben folgende Auswirkungen:

  • Da für das Verbringen innerhalb Österreichs keine Untersuchungen erforderlich sind, können die Almauftriebe wie in den vergangenen Jahren abgewickelt werden.
  • Da für das innergemeinschaftliche Verbringen von Rindern bis zu einem Alter von 6 Monaten ebenfalls keine Untersuchungen vorgeschrieben sind, können Kälber wieder ohne zusätzliche Auflagen in andere EU-Mitgliedstaaten (einschließlich Schweiz) geliefert werden.
  • Da sich die Rinderzuchtverbände bereits im Vorfeld dazu entschlossen haben, zur Rückgewinnung des Käufervertrauens bis auf weiteres nur Tiere mit freier Einzeltieruntersuchung auf IBR/IPV zum Auftrieb auf Versteigerungen zuzulassen, bleibt die Versteigerungsuntersuchung vorerst aufrecht. Die Beschränkung der Gültigkeit der Untersuchung auf 14 Tage (ab Entnahme der Blutprobe) besteht aber nicht mehr!
  • Rinder ab einem Alter von sechs Monaten, die ab Hof für den Handel in andere EU-Mitgliedstaaten (einschließlich Schweiz) angekauft werden, müssen eine der vier unter Punkt zwei angeführten Bedingungen erfüllen.
  • Der Export in Drittländer ist von diesen Bestimmungen nicht betroffen, dort gelten die Anforderungen des jeweiligen Landes.


Die Bekämpfung dieses IBR/IPV-Geschehens, das Ende Jänner in einem Drittlandexportstall im Rahmen von Exportuntersuchungen entdeckt worden ist, hat die Veterinärdienste sowie den Tierhandel und die Rinderhalter in ganz Österreich vor große Herausforderungen gestellt.

Insgesamt wurden in 26 Beständen 306 IBR/IPV-Reagenten festgestellt, davon 18 Bestände mit 175 Reagenten allein in Tirol als dem am stärksten betroffenen Bundesland. Alle festgestellten Reagenten wurden durch die über den Exportstall erfolgte Einschleppung verursacht.

Im Zuge der Bekämpfungsmaßnahmen waren in Tirol vorübergehend 280 Rinderbestände für den Tierverkehr zu sperren, aktuell sind noch 25 Bestände unter Sperre.

Obwohl der IBR/IPV-Ausbruch erfolgreich bekämpft worden ist und eine weitere Ausbreitung in der österreichischen Rinderpopulation verhindert werden konnte, hat uns das Geschehen deutlich vor Augen geführt, dass der ausgezeichnete Gesundheitsstatus der österreichischen Nutztierbestände keine Selbstverständlichkeit ist und tagtäglich durch einen Erregereintrag von außen bedroht werden kann. Eine Steigerung des Risikobewusstseins ist bei allen Beteiligten dringend notwendig.

Als die vorrangigen Gefahrenquellen für die Einschleppung und Weiterverbreitung von Tierseuchen haben sich der starke Tierverkehr einerseits und schlecht gereinigte und nicht desinfizierte Tiertransportfahrzeuge andererseits bestätigt.


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