Erfolgreiches Braunvieh Wochenende

Erfolgreiches Braunvieh Wochenende

Der Züchterabend in Mellau am vergangenen Samstag und auch die Braunviehtour „vo Mello bis ge Schoppornou“ am Sonntag waren gut besucht und sehr informativ für die Teilnehmer. Auch für die Verantwortlichen vom Zuchtverband war es wichtig die Meinungen und Anregungen der Züchter zu hören.

Züchterabend in Mellau
 
Rund 110 Besucher aus allen Landesteilen und auch einige bekannte Zuchtverantwortliche aus Deutschland und der Schweiz besuchten die Veranstaltung und konnten interessante Kurzvorträge hören.
 
Verbandsobmann Rupert Nigsch  berichtete über die aktuellen Themen und die derzeitige Marktlage, sowie über Impressionen und Eindrücke bei den Nachzuchttouren in Deutschland und Schweiz.
 
Josef Berchtold von der Zeitschrift Rinderzucht Braunvieh führte gekonnt durch den Abend und brachte unzählige Informationen mit Bildern und Tabellen auf die Leinwand. Das Programm wurde durch zahlreiche Videobotschaften akustisch aufgelockert.  In seinem Referat hat er interessante Themen wie der Rassenbestand, Stierzuchtwerte, Euterödem, das unterschiedliche Schauwesen in verschiedenen Ländern und vieles mehr angesprochen.
 
Braunvieh in der Stiermast: 
Thomas Echtler von der Allgäuer Herdbuchgesellschaft berichtete über die Vermarktung der Nutzkälber in seinem Verbandsgebiet. Der bekanntlich höhere Preis der Braunvieh-Nutzkälber bei der Vermarktung in Kempten und Buchloe konnte nur durch gezielte Kundenwerbung und qualitativ gute Kälber aufgebaut und verbessert werden. Oft sei es sehr schwer die Kundenwünsche zu erfüllen und es erfordert viel Engagement. Ein guter Preis kann aus seiner Sicht nur erzielt werden, wenn das Braunviehkalb nicht in der Kälbermast sondern in der Stiermast Verwendung findet.
Christian Albrecht als Obmann vom Jungzüchterclub berichtet über die Erwartungen an die Kuh von Morgen und betont, dass Milchleistung  kombiniert mit exzellentem Exterieur die wichtigsten Voraussetzungen für die Zukunft sind. In Kurzform heißt das; viel Milch von schönen Kühen, ist Motivation für junge Braunviehzüchter.
 
LW-Kammerpräsident Josef Moosbrugger gab in seinem Referat einen kurzen Eindruck über die Milchproduktion in Vorarlberg und hinterfragte die Beweggründe mancher Braunviehzüchter  nach anderen Rassen. Ein wichtiger Punkt ist für ihn die niedrigere Mengenleistung, speziell in der ersten Laktation gegenüber speziellen Milchrassen.
 
In der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Meldungen zu den verschiedensten Themen aufgegriffen. Besonders in der Vermarktung bei Nutzkälbern aber auch die Preise bei den Zuchttierversteigerungen, sowie der Umbau  oder Neubau der Markthalle  wurde angesprochen.
 
Umrahmt wurde der Abend auch durch die Anwesenheit der Baden Württembergischen Braunviehkönigin Bianca Traut und den Einlagen der Trachtengruppe Mellau. Durch großzügige Spenden konnten einen Großteil der Teilnehmer  bei der Verlosung schöne Sachpreis erzielen.
 
 
Braunviehtour nach Schoppernau
 
Bereits am frühen Morgen trafen sich schon zahlreiche Teilnehmer bei herrlichem Wetter auf dem  Betrieb Bertram Kohler in Mellau. Der Redakteur Josef Berchtold begrüßte die Teilnehmer und anschließend konnten Tiere im Stall besichtigt werden.  Kurz danach sind wir dann zum nächsten Betrieb zu Jürgen Beer nach Schnepfau aufgebrochen.  Dort konnten wir ebenfalls im Anbindestall seine Zuchttiere besichtigen. Danach folgte die längste Gehstrecke die ein Großteiler der Teilnehmer mit marschierten. Um etwa 11.30 trafen wir beim nächsten Betrieb von Christoph Moosmann in Au ein. Die Besuchermenge war zwischenzeitlich deutlich angestiegen und erfreuten sich an den Vorstellungen aller Zuchtbetriebe und Zuchttieren. Danach ging es auf dem schnellsten Weg zum  Mittagessen zur Uralpe in Au. Am frühen Nachmittag besuchten wir den naheliegenden neuen Laufstall-Betrieb von Werner Geiger in Au. Um etwa 16.00 Uhr sind wir dann zum letzten Betrieb zu Jakob Lingg nach Schoppernau aufgebrochen.
 
Alle Betriebe haben sich sehr bemüht und uns die Tiere sauber und gepflegt präsentiert. Die Zuchtdaten wurden überall sehr offen dargestellt und so konnten alle Teilnehmer Wissenswertes erfahren. Sehr interessant waren auch die Darstellung der einzelnen Betriebsstrukturen, mit all den Anforderungen an Mensch und Tier. Bei allen vorgestellten Betrieben werden die Kühe im Sommer gealpt, was das Management der leistungsfähigen Braunviehkuh sicher erschwert. So erwarten sich alle Betriebsführer eine gewisse Milchmengenleistung für die Wirtschaftlichkeit, aber sie erkennen auch die Leistungsgrenzen nach oben. Das Exterieur und die Euterqualität sind zudem wichtige Kriterien bei der Spermawahl. Ohne die Mithilfe und den Zusammenhalt der Familie wäre die Bewirtschaftung von Hof und Alpe, bei oft beschwerlichen Feldstücken nicht möglich.
 
Einen herzlichen Dank gebührt allen Betrieben, die an diesem Tag so vielen Besuchern die Stalltüre geöffnet haben. Die entgegengebrachte Gastfreundschaft der Züchterfamilien zeigte uns auch die Freude und Leidenschaft an der Rasse Braunvieh. Insgesamt war es ein gelungenes Braunvieh-Wochenende, das hoffentlich für neue Motivation in der Braunviehzucht sorgt.

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