Arbeitskreis Milchproduktion - 2011

Arbeitskreis Milchproduktion - 2011

Positive Entwicklung der Arbeitskreisbetriebe

Seit kurzem liegen die vollständigen Ergebnisse der Betriebszweigauswertung 2010/2011 des Arbeitskreises Milchproduktion Tirol vor. Das Betriebszweigergebnis stieg im vergangenen Jahr durchschnittlich um € 304,-- pro Kuh an. In Tirol nutzen derzeit 74 Betriebe das Beratungs- und Bildungsangebot des Arbeitskreises Milchproduktion, die Betriebszweigauswertung ist von 49 Betrieben ausgewertet. Fundierte betriebliche Kennzahlen vom eigenen Betrieb helfen, Stärken und Schwächen am Betrieb zu erkennen sowie die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.
Im nachfolgenden Diagramm sind die Entwicklungen der Leistungen, der Direktkosten und der direktkostenfreien Leistung (entspricht in etwa dem Deckungsbeitrag) im Betriebszweig Milchproduktion in € je Kuh dargestellt.

 

 

 

 Nach dem Rekordjahr 2008 und den nachfolgend schlechteren Jahren hat sich 2011 die Summe der monetären Leistungen (Milcherlös, Kuherlös, Kälbererlös und Bestandsveränderung) wiederum erholt. Gründe dafür waren einerseits der wesentlich höhere Milchpreis (Arbeitskreisbetriebe erhielten durchschnittlich einen Milchpreis von CENT 40,10 bei 4,11 % Fett und 3,40 % Eiweiß), andererseits trugen die guten Preise bei Zucht- und Schlachtvieh zu diesem Ergebnis bei. Interessant dabei ist, dass seit Jahren die Arbeitskreisbetriebe eine konstante produzierte Milchleistungen (ist die Summe der Molkereimilch, Haushaltsmilch, Direktvermarktungsmilch, Futter- und Verlustmilch) von durchschnittlich 6.900 kg Milch je Kuh erzeugen. 
Daneben haben sich auch Empfehlungen der Arbeitskreisberatung wie z. B. die Steigerung des Verkaufsanteils der produzierten Milch bemerkbar gemacht. Der Verkaufsanteil ist 2011 auf 93 % angestiegen.

Die Kehrseite der Medaille sind die gestiegenen Direktkosten (Bestandesergänzung, Kraftfutter, Tiergesundheit, Besamung, Einstreu und sonstige Kosten). Der Grund für die Kostensteigerung im Vergleich zu den vergangenen Jahren basiert hauptsächlich auf zwei Kostenpositionen. Einerseits sind die Kosten für die Bestandesergänzung aufgrund der ausgezeichneten Marktlage für Zuchtvieh im vergangenen Jahr gestiegen. Die Überstellungswerte der eigenen Nachzucht wurden dem Preisniveau des Zuchtviehs auf € 1.700 angeglichen.
Andererseits machen sich die höheren Kraftfutterpreise bemerkbar. Dabei ist anzumerken, dass die Kostensteigerung in der Position Kraftfutter nicht auf einen Mehrverbrauch zurückzuführen ist, sondern vielmehr um eine Erhöhung des Kraftfutterpreises je kg.
In der nachfolgenden Darstellung sind die Entwicklungen der produzierten Milchmenge und der Kraftfutter-verbrauch je Kuh und Jahr seit 2009

 

 

darstellt.Wie man sieht, ist der Kraftfutterverbrauch je Kuh und Jahr stetig zurückgegangen. Der Vergleich von 2010 auf 2011 macht ersichtlich, dass die produzierte Milchmenge um 105 kg je Kuh angestiegen ist, der Kraftfutterverbrauch um 74 kg je Kuh gesunken ist.

 

Gezielter Kraftfuttereinsatz

Der gezielte und leistungsgerechte Einsatz des Kraftfutters, angepasst an das jeweilige  Laktationsstadium hat vor allem positive Auswirkung auf die Tiergesundheit und auf die Fruchtbarkeit der Kühe, aber natürlich auch auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis. Luxuskonsum im letzten Laktationsdrittel ist zu vermieden. Das Weiterbildungs- und Beratungsangebot des Arbeitskreises hat in diesem Bereich bereits Wirkung gezeigt. Daneben bemühen sich die Arbeitskreismitglieder möglichst viel Milch aus dem Grundfutter zu erzeugen. Optimale Grünlandbewirtschaftung und die Erzeugung von Grundfutter mit hoher Qualität stellt nicht nur für die Arbeitskreismitglieder jährlich eine Herausforderung dar. Dennoch ist zu sagen, dass bei der Grundfutterleistung nach wie vor ein großes Potential vorhanden ist.

Fazit

Das Wissen von eigenen betrieblichen Kennzahlen, der Vergleich mit Berufskollegen in der Region, in Tirol bzw. in Österreich macht eine Mitgliedschaft im Arbeitskreis interessant und lohnenswert. Das Weiterbildungs-, Informations- und Beratungsangebot trägt bei, die Produktion und das betriebswirtschaftliche Ergebnis am Betrieb zu optimieren.  Der Erfahrungsaustausch unter den Berufskollegen stellt in der Arbeitskreisberatung einen hohen Stellenwert dar.
Fördermittel sind kaum zu beeinflussen, Milchpreise lediglich über die Inhaltsstoffe. Deshalb ist es umso wichtiger, Betriebsabläufe und Produktion zu optimieren sowie Kostenbewusstsein zu schaffen, um weiterhin in Tirol wettbewerbsfähig Milch zu produzieren.

Sollten wir Ihr Interesse an einer Mitgliedschaft im Arbeitskreis Milchproduktion geweckt haben, dann wenden Sie sich an DI Johann Thurner, Tel. 059292-1805 oder per E-Mail an johann.thurnerno@rinder.lk-tirol.at


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